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Probleme und Gefahren der Atommüll(zwischen)lagerung

Dazu das Schweinfurter Aktionsbündnis gegen Atomkraft (SWAB):

Oda Becker hat im Herbst 2017 eine Studie zu den aktuellen Problemen und Gefahren bei deutschen Atommüll-Zwischenlagern vorgestellt.

Die beunruhigenden Ergebnisse betreffen auch das Standort-Zwischenlager Grafenrheinfeld mit seinen 88 genehmigten Stellplätzen für Castoren mit abgebrannten Brennelementen aus dem Betrieb des AKW Grafenrheinfeld. Dessen Genehmigungsdauer erlischt 2046.

Becker zeigt Defizite bei der Sicherung und der Sicherheit der Zwischenlager auf: durch fehlende Inspektions- und Reparturmöglichkeiten, den unzureichenden Schutz gegen mögliche Terroranschläge. Sie hält das Eindringen einer entschlossenen und entsprechend bewaffneten Terrorgruppe in oberirdische Zwischenlager für durchaus möglich.

Die Brisanz der Zwischenlagerung sieht Becker dadurch verschärft, dass ein tiefengeologisches Lager frühestens in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts mit Atommüll bestückt werden kann - was eine Verlängerung der Zwischenlagerung bedeuten werde. Allerdings sind die Sicherheitsnachweise für die Castoren nur für 40 Jahre geführt worden. Negative Auswirkungen durch Alterungseffekte sind bei verlängerter Zwischenlagerung zu erwarten. Oda Becker: "Es sollten an allen langfristigen Zwischenlagerstandorten während der gesamten zu erwartenden Betriebszeit 'heiße Zellen' vorhanden sein, in denen Reparaturen der Behälter sowie die Überprüfungen von Inventar und Einbauten im Behälterinnenraum möglich sind."

Becker zieht den Schluss, dass ein erweiterter Strahlenschutz für die Bevölkerung nötig ist, und stellt die Forderung nach einem Neubewertungsprozess des Zwischenlagerkonzeptes.

Mit dem Atommüllzwischenlager am AKW-Standort Grafenrheinfeld war Becker bereits als Gutachterin bei den Klagen gegen dessen Genehmigung befasst.

Wir freuen uns sehr, dass wir Oda Becker für diese Veranstaltung gewinnen konnten.

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