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Das neue Atomgesetz mutet uns den GAU zu!

1. Keine Sicherheit

Seit dem 11.September 2001 ist allen die "Verletzbarkeit" von Atomanlagen bewusst. Auch der Leiter der Reaktorsicherheitskommission, Lothar Hahn, gibt in öffentlicher Diskussion zu:
"Atomanlagen können gegen Terroranschläge nicht geschützt werden." D.h.: Tritt das Atomgesetz in Kraft, dann müssen wir noch 25 Jahre mit der Möglichkeit eines GAUs leben!

2. Versicherung der AKWs   -   gleich Null

Die neu festgelegte Versicherungssumme deckt ca. 1% der bei einem GAU auftretenden Schäden. Eine Entschädigung für unseren Haus-, Grund- oder anderen Besitz gibt es nicht. Wären Atomkraftwerke korrekt versichert, so käme die Kilowattstunde auf über 4,-DM und Atomstrom wäre nicht mehr konkurrenzfähig!

3. Atom-Müll   -   verdoppelt

Dank dem neuen Atomgesetz kann heute noch einmal die gleiche Menge an Atommüll produziert werden wie bis zum Jahr 2000. Ein Endlager für Atommüll gibt es auf der ganzen Welt keines.

4. Wiederaufarbeitung   -   Ende nicht absehbar

Die Wiederaufarbeitung endet nicht im Jahre 2005; vielmehr darf bis 2005 angeliefert werden.
D.h.: Der Ärmelkanal und die Nordsee werden durch La Hague und Sellafield solange weiter verseucht, bis die letzte Charge "bearbeitet" worden ist, man schätzt: 10 bis 15 Jahre.

5. Zwischenlager   -   Erhöhung des Gefahrenpotentials

Die neuen Zwischenlager für Castorbehälter voller abgebrannter Brennstäbe liegen neben den Atomkraftwerken und sind einfache Hallen mit einer Wandstärke in Bayern von 55 und 85 cm.
Das unmittelbare Nebeneinander von AKW und Zwischenlager potenziert die Gefahr, insbesondere bei einem Terroranschlag. Aber auch schon ein einziger Castorbehälter kann mehr langlebiges radioaktives Material freisetzen als bei Tschernobyl herauskam.

6. Laufzeiten   -   jedes Jahr ein Jahr zuviel

Durch die Festlegung von Reststrommengen ergibt sich eine durchschnittliche Laufzeit pro Atomkraftwerk von 34 Jahren.
Die drei Atomkraftwerke in Bayern laufen somit noch zwischen 15 und 25 Jahre weiter.
Das reale Risiko eines GAUs wird uns noch über 20 Jahre zugemutet.

7. Subventionen   -   warum ist Atomkraft unserem Staat so viel wert?

Zwar streicht das neue Atomgesetz den sog. "Förderzweck". Aber: Der Brennstoff der Atomkraftwerke, das Uran, bleibt weiterhin unbesteuert. Die hohen finanziellen Rückstellungen bei den EVUs genießen nach wie vor ein Steuerprivileg. Gelder für die Atomforschung (neue Reaktorgeneration EPR) werden weiterhin gezahlt. Die Vermutung liegt nahe: Auch Deutschland will sich eine eventuelle militärische Nutzung nicht verbauen!





© Mütter gegen Atomkraft e.V.