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»Die Wolke«
Kein Horrorszenario, sondern mögliche Realität!

Ein Kommentar von Christine Hopf

Die Wolke – alles nur Fiktion?

Die Chance, dass es zu einem Atomunfall kommt, ist leider groß. Bei den 450 Atomkraftwerken weltweit kann es alle 20 bis 25 Jahre zu einem GAU kommen. Und bei dieser Wahrscheinlichkeitsrechnung sind Terrorakte nicht eingerechnet.
Auch bei unseren deutschen Atomreaktoren kann es zu einer Kernschmelze kommen - dies bestreiten auch Atombefürworter nicht.

Die Wolke – alles nur Panikmache?

AKW-Betreiber wie E.on verharmlosen die Gefahren – auch die von Terrorangriffen. Mit Nebelraketen wollen sie Angriffe aus der Luft verhindern. Dabei liegen viele AKWs nur wenige Flugminuten von bekannten Großflughäfen entfernt. Eine Einnebelung käme nie rechtzeitig und wäre bei Wind unmöglich.
Auch über die Lagerung des über Jahrtausende hinweg strahlenden Atommülls sprechen sie nicht, denn es gibt kein Endlager.

Die Wolke - alles gar nicht so schlimm?

Im Film hält Hanna ihren Kopf in den Fahrtwind, und vielleicht stellt sie sich vor, dass ihre Haare, »die schon wieder zu sprießen beginnen«, bald wieder im Fahrtwind flattern. Dies kann den Eindruck erwecken, dass bereits kurze Zeit nach einem derartigen Atomunfall, sich alles wieder bessert. Das ist Illusion. Die Böden bleiben radioaktiv verseucht: Auch heute, 20 Jahre nach Tschernobyl, sollten wir keine Waldpilze und kein Wildfleisch essen, denn ihre Cäsium-Belastung ist zum Teil enorm hoch und kann Krebs auslösen. Würden die beiden jungen Leute Kinder bekommen, so müssten sie bei ihnen Missbildungen oder Tumore fürchten, so wie dies bei den Kindern der ukrainischen Tschernobyl-Aufräumarbeiter eingetroffen ist.

Die Wolke – und wie wir sie vermeiden können

Ein wirkliches Happy End können wir nur dann erleben, wenn wir uns heute gemeinsam für einen sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie einsetzen. Wirtschaftlich ist das möglich, denn wir haben bereits heute soviel Strom, dass wir ihn exportieren müssen. Politisch können wir es möglich machen, wenn wir uns dafür einsetzen.
Ein erster leichter Schritt:
Zeigen wir E.on die rote Karte! Kaufen wir atomstromfreien Strom, z.B. von Lichtblick, den Elektrizitätswerken Schönau oder von Greenpeace Energy! Machen wir Atomstrom zum Ladenhüter!
Ein zweiter leichter Klick:Machen wir mit bei den Internet-Aktionen von www.ausgestrahlt.de!



© Mütter gegen Atomkraft e.V.