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So entstand unser Verein

Am 26. April 1986 ereignete sich in Tschernobyl das, was immer nur als rein statistische, unwahrscheinliche Möglichkeit galt:
-ein größter anzunehmender Unfall in einem Atomreaktor (GAU) .
Die Auswirkungen auf uns, besonders auf die Menschen in Süddeutschland, waren enorm.
Niemand wurde vor den Gefahren der radioaktiven Wolke gewarnt, es gab keine Verhaltensregeln zu unserem Schutz: wir gingen spazieren, ließen die Kinder im Freien spielen, viele wurden von den starken Regenfällen am 30.April.1986 kontaminiert.
Die Bedrohung wurde von offizieller Seite heruntergespielt.
Das machte uns wütend. Wir standen vor dem Problem, uns und unsere Familien - vor allem die Kinder- unverstrahlt zu ernähren.
Dem Aufruf einer Gruppe Mütter aus Starnberg, am Muttertag -es war der 12.Mai.1986 - die verstrahlten Muttertagssträuße als Protest zu einem Strahlenzeichen auf dem Münchner Marienplatz auszulegen, kamen viele Frauen nach.
Gleichzeitig wurde eine Petition an die Bundesregierung verfasst, die zum Ausstieg aus der Atomenergie aufforderte.
Presseberichte mit den Telefonnummern der Veranstalterinnen lösten eine Welle von Anrufen verunsicherter Menschen bei uns aus.
Wir machten uns sachkundig, gaben Messungen in Auftrag und versuchten, das Informationsloch zu füllen.

Um unseren Forderungen mehr Nachdruck zu verleihen, gründeten wir Anfang Juni 1986 den Verein "Mütter gegen Atomkraft".
"Von Anfang an war es klar, Schadensbegrenzung allein kann nicht unsere Aufgabe sein. Nur ein energiepolitisches Umdenken rettet die Umwelt unsere Zukunft und die unserer Kinder und Enkel ". ( Zitat aus der Rede unseres Gründungsmitglieds Erika Bräunling zum 10. Jahrestag der MgA)
Deshalb stand die Aufklärungsarbeit über die Gefahren der Atomenergie und energiepolitischen Alternativen an erster Stelle unseres Engagements.
Wir beteiligten uns an Diskussionen und Seminaren, organisierten Infostände, Demonstrationen und Mahnwachen und vernetzten uns mit anderen Anti-Atom-Initiativen im Widerstand gegen Wackersdorf, Gundremmingen und Garching.

Als wir 1990 von den entsetzlichen gesundheitlichen Folgen der Reaktorkatastrophe in der Ukraine und Weißrussland erfuhren., begann unser Engagement für die Kinder von Tschernobyl ( 630 000 Euro konnten wir bisher für Medikamente und medizinische Geräte sammeln und direkt an Kinderkliniken in der Tschernobylregion weiterleiten ).

All diese Arbeit leisten wir Frauen ehrenamtlich Trotz unser Aufgaben in Familie und Beruf investieren wir viel Zeit und Kraft , um eine lebenswerte Zukunft für uns alle und spätere Generationen zu schaffen - eine Zukunft ohne Angst vor den Folgen eines Super-GAUs !







© Mütter gegen Atomkraft e.V.